Ordnung ist das halbe Leben

So. Ich muss langsam anfangen mich ein wenig warm zu tippen, da hier ja bald der Ernst des Lebens wieder anfängt. Nach den Sommerferien darf ich den zweiten Teil meiner Ausbildung antreten. Was ein richtig schön nerdiger Lehrer sein will, macht sich jetzt schon einmal Gedanken über die digitale Organisation seines Arbeitsalltags.

Meinen ersten Schritt mache ich daher bei der Ablage von Dokumenten und Informationen. Dabei hätte ich gerne:

  • Flexibilität: Sollte das Programm meiner Wahl irgendwann einmal nicht mehr weiterentwickelt werden, sollte es wenig Zeit benötigen um auf ein neues umzusteigen.
  • Sync: Ich brauche einfachen Zugriff auf die Dateien. Vorrangig am Mac (sowohl zu Hause, als auch unterwegs) und am besten auch auf dem iPad. Außerdem wäre ein Zugriff im Notfall von einem anderen Rechner aus auch nicht schlecht.
  • Einfachheit: Das Ablagesystem sollte möglichst einfach sein. Ich habe keine Lust mich tagelang in ein Programm einzuarbeiten, ich will sofort loslegen.
  • Komplexität: Ich will nicht nur pdfs ablegen können. Mindestanforderung ist, dass ich alle möglichen Dateien ablegen kann. Am besten auch “Internetseiten”, Artikel und eMails.
Es gibt viele Programme, die in Frage kommen.
  • DevonThink
    Auf dieses Programm bin ich oft gestoßen (z.B. hier). Von Vorteil ist, dass es dazu eine iPad-App gibt, mit der allerdings noch über WLAN gesinnt werden muss. Der Nachteil: es entstehen irgendwann riesengroße Datenbanken, an die man nicht ohne weiteres herankommt, ohne am Mac zu sitzen. Außerdem ist DevonThink eine recht teure Lösung. Ich habe in eine Testversion reingeschaut. Gefällt nicht.
  • Yep und Leap
    Diese Apps benutzen den OpenMeta-Standard zum taggen der Dateien, sodass diese auch mit Spotlight gefunden werden können. Pluspunkt (ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass der Standard auch weiterhin von diversen Programmen und vom Mac unterstützt wird). An sich scheinen diese beiden Apps (so ganz habe ich die Trennung nicht verstanden) einen guten Eindruck. Mit der Testversion von Yep bin ich allerdings nicht klar gekommen. Wie zum Teufel verwaltet sie die Dateien, die ich da reinschmeiße? Leap sucht nur nach Dateien in der vorhandenen Ordnerstruktur. Um die müsste ich mich demnach also selbst kümmern.
  • Sente, Zotero und andere “Literaturverwaltung”
    Sente ist sehr teuer, Zotero umsonst, hat aber keine iPad-App. Ja ich weiß, Literaturverwaltung klingt komisch, aber beide Apps klingen interessant. Eventuell sind sie noch einmal einen genaueren Blick wert, im Moment überzeugen mich aber beide nicht. Zu Eingeschlossen.
  • Finder
    Natürlich könnte ich auch fein-säuberlich alles händisch in Ordner räumen, wie hier beschrieben. Will ich aber nicht (Grund siehe unten)
Meine (momentane) Wahl ist auf EagleFiler gefallen. Wenn auch nicht das hübscheste, überzeugen mich vor allem folgende Dinge:
  • Der Entwickler klingt am sympathischen. Dafür gebe ich gerne die 32€ aus.
  • Tagging im OpenMeta-Standard (fordert natürlich auch, dass ich immer schön fleißig tage)
  • EagleFiler organisiert die Dateien in einer offen zugänglichen Ordnerstruktur. Lege ich also die Datenbanken in die Dropbox, kann ich ohne Funktionsverlust auch von anderen Macs aus darauf zugreifen. Auf dem iPad und Fremd-Rechnern muss ich mich mit dem manuellen Zugriff über die Dropbox-App oder das Webinterface begnügen. Soll aber auch erst einmal reichen, solange ich mir über den Sync keine Gedanken, wie “Hm, ich kann mich nicht erinnern, ob ich zu hause auf dem Mac nun das Programm geschlossen habe”, machen.
  • Das Programm ist recht simpel und ich habe keine Probleme mich hineinzudenken.
  • Suche ich Informationen zu einem bestimmten Thema, spuckt EagleFiler mir alles möglich aus. Dokumente, Notizen, Websiten und Artikel, eMails und was es sonst noch so geben mag. Ich muss nicht zwischen verschiedenen Programmen hin und her wechseln.

Mit EagleFiler werde ich sukzessive meine Dateien und Informationen taggen. Neue Dateien werden direkt dort reingeschmissen. Mal schauen, ob ich bis zum Schuljahresbeginn dazu komme auch schon vorhandenes Material zu ordnen. Erfahrungsbericht folgt.

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