Woosh und die ersten zwei Tage sind vorbei

Tja, so schnell geht das: Man blinzelt einmal mit den Augen und die ersten zwei Tage meines neuen Lebensabschnitts sind vorbei, bevor er offiziell begonnen hat.
Da die Sommerferien dieses Jahr so spät anfangen, konnten wir schon vor unserem richtigen Antritt die Schule besuchen und erhielten unsere Urkunden. Aber alles der Reihe nach:

Der Tag in der Schule

An unserem ersten Tag in der Schule hatten wir ein volles und unerwartetes Programm. Zuerst eine Vorstellung untereinander und beim Schulleiter, danach eine Dienstbesprechung, direkt anschließend eine Gesamtkonferenz und um den Tag und die vielen neuen Informationen abzurunden noch ein Kollegiumsgrillen. Mein Gehirn war wohl nicht in der Lage die vielen Informationen zu verarbeiten. Sowohl die, die uns absichtlich mitgeteilt wurden, als auch Strukturen, Probleme und Gepflogenheiten, die mehr oder weniger unabsichtlich zu Tage getreten sind.
Von den vielen Namen und Gesichtern ganz zu schweigen. Am gravierendsten ist wohl, dass ich mich weder an den Namen, noch an das Gesicht einer Kollegin erinnern kann, die mir freudestrahlend ihre Unterrichtsplanung in Deutsch angeboten hat.
Ein paar Dinge sind aber hängen geblieben:

  • Das Kollegium scheint außergewöhnlich nett und hilfsbereit zu sein. Viele Lehrer haben uns neugierig begrüßt und scheinen sich zu freuen, dass wir da sind.
  • Ich werde zwei Klassen bekommen (eine in Deutsch und eine in Chemie), die ich über die 1 1/2 Jahre unterrichten werde.
  • Es scheint eine gewisse Bereitschaft zu geben sich auf “neue” Technologien einzulassen. Ein gewisser Grundstock an Ausrüstung ist da und wird wohl in nächster Zeit erweitert. Dazu zählt auch…
  • … ein “unten rechts” SMART-Board im Chemieraum, inkl. Dokumentankamera. Vielleicht bekomme ich sogar die Möglichkeit, Teile meines Materials aus meiner Masterarbeit einzusetzen?
  • Elektronische Geräte jeglicher Art sind an der Schule nicht verboten (meine erste Frage an den Schulleiter)

Zweiter Tag im Studienseminar

Der Tag im Studienseminar entsprach in etwa meinen Erwartungen. Viel Bürokratie, viele organisatorische und terminliche Probleme und eine ganze Menge anderer Referendare, die erstaunlicherweise sehr viel weniger über die Zeit wissen, die uns bevorsteht.
Aber: Das Studienseminar ist in erfreulich schönen Räumlichkeiten. Alles ist neu und in den Seminarräumen hängen Active-Boards von Promethan oder zumindest Beamer. Ich habe auch herausgefunden, wozu wir unsere Laptops in der Einführungswoche mitbringen sollen: Wir bekommen eine Einführung und Zugangsdaten für lo-net (das übrigens auch an der Schule eingesetzte wird). lo-net nennt sich selbst Lernplattform und scheint in erster Linie zur Kommunikation zu dienen. Beim Überfliegen der Seite habe ich auch etwas von “Web 2.0 Tools” gelesen. Was man damit machen kann und vor allem was davon auch eingesetzt wird, wird sich noch zeigen. Generell scheint es eine gerne eingesetzte Plattform zu sein, da sich die Schule oder das Seminar nicht mit Eigeninstallationen und Datensicherheit herumschlagen muss.

Alles in Allem waren das zwei sehr anstrengende, aber auch interessante Tage. Auf einiges freue ich mich mehr als vorher, auf einiges aber auch sehr viel weniger.

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